Alhambra - Nasridenpaläste
> Lindaraja-Hof und Partal-Gärten <


Lindaraja-Hof
Schon von der Sala de Ajimeces im Löwenpalast konnten wir einen Blick in den Lindaraja-Hof werfen, der wesentlich kleiner und bescheidener wirkt, als der Patio de los Arrayanes und der Patio de los Leones davor. Durch diesen Torbogen in Schlüsselloch-Optik gelangt man in den Hof.


Zwischen den heute auffallend eckig geschnittenen Hecken und den betagten Zypressenbäumen hielt sich auch Washington Irving häufig auf, um die Behaglichkeit des überschaubaren grünen Fleckens zu genießen. Gleich daneben hatte er für die Dauer seines Aufenthaltes Quartier bezogen und sich damit in einem damals recht abgeschiedenen Teil des Gemäuers eingerichtet, das ihm zu mancher Nachtstunde – wie er zugab – allerdings Schauer über den Rücken laufen ließ. Im Tageslicht erscheint der kleine Hof mit den Bogengängen und Brunnen aber eher freundlich und zierlich.


Irving malte sich beim Anblick des Lindaraja-Gartens dessen maurische Vergangenheit aus und konstatiert: „Jahrhunderte sind vergangen, und doch blieb viel zurück von der vergänglichen Schönheit. Der Garten der Lindaraja ist wie einst voll duftender Blumen; der Springbrunnen zeigt noch den kristallenen Spiegel. Nur der Alabaster hat sein Weiß verloren (…) Aber gerade dieses Verfallen und Zerfallen erhöht den romantischen Reiz des Ortes, und aus ihm spricht jenes memento, das uns an die Vergänglichkeit des Menschen und seiner Werke erinnert.“ (Irving, S. 88, s. Literaturliste)


Partal-Gärten
Noch bevor wir uns ein Plätzchen für eine Pause suchen, gelangen wir in eine weitere Gartenanlage. Sie gehört zum Partal-Palast aus dem 13. Jahrhundert, für dessen Besichtigung wir jetzt leider keine Aufnahmekapazitäten mehr haben. Doch die terrassierten Partal-Gärten sehen im Sonnenlicht so einladend aus, dass wir nicht umhin können, die Treppe an ihrem Rand emporzusteigen und die auch hier ästhetisch angelegten Blumenbeete aus der Nähe und von allen Winkeln aus zu betrachten.





Der Säulengang des Partal-Palastes


Der Generalife-Palast im Hintergrund