Alhambra - Nasridenpaläste
> Mexuar, Goldenes Zimmer, Comares-Fassade<


Die Zerstörung von Teilen der Alhambra über die Jahrhunderte hat im Mexuar ihre deutlichsten Spuren hinterlassen. Als Besucher ahnt man jedoch nichts davon, dass größere Teile restauriert bzw. neu gestaltet worden sind. Selbst die nachträglich eingesetzten Holzdecken, die die früheren Kuppeln ersetzen, sind einzigartig in ihrer Ausgestaltung und fügen sich in das Gesamtbauwerk ein.




Der Mexuar-Saal diente als Ratssaal, in dem auch über Rechtsangelegenheiten entschieden wurde. Ob er ursprünglich im Detail einmal genau so ausgesehen hat wie heute, ist eher unwahrscheinlich.



Die mit Kacheln und Inschriften geschmückten Wände dürften jedoch an die frühere Gestaltung angelehnt sein.





Auch der Boden ist offensichtlich neu.


Nicht nur der heutige Zugang zum früheren Gebetsraum wurde nachträglich eingefügt. Der gesamte Raum musste aufgrund einer Explosion im 16. Jahrhundert komplett restauriert werden. Die verzierte Gebetsnische ist noch erhalten, heute jedoch außer Funktion. Der Blick aus den Fenstern stellt für den Besucher die eigentliche Attraktivität dar, denn er gibt eine atemberaubende Sicht auf den Albaicin-Hügel frei.


Den Übergang vom Mexuar zum Comares-Palast bildet ein kleiner, geschlossener Hof. In diesem Bereich befindet sich auch das sogenannte Goldene Zimmer, das insbesondere durch seine Decke aus christlicher Zeit besticht.




Eine der Wände in diesem Hof, die sogenannte Comares-Fassade, zieren arabische Inschriften, die sich in beeindruckender Weise in die Gesamtgestaltung einfügen. Arabische Besucher, und davon gibt es nicht wenige, erleben den Rundgang sicherlich noch intensiver und klarer, als wir es tun, die des Arabischen nicht mächtig sind.





Ein kurzer Verbindungsgang führt von hier zum Myrtenhof und der Comares-Palastanlage.